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...diesen Monat von Dr. Olga Lakizyuk

Local and global living environments:
the influence of study in Germany on the professional life and individual concept
of academic representatives from the Russian Federation“
Vorläufige Ergebnisse aus einer Studie

Momentan arbeite ich an der Habilitation zum Thema „Local and global living environments: the influence of study in Germany on the professional life and individual concept of academic representatives from the Russian Federation“. Zu diesem Thema führe ich Forschungen in Russland und Deutschland durch, um festzustellen, welchen Einfluss das Studium in der Bundesrepublik auf die berufliche Karriere, das persönliche Lebenskonzept und soziale Kontakte von Menschen nimmt, die hier von einem Semester bis zu sieben Jahren studiert haben. In diesem Artikel möchte ich einige vorläufige Ergebnisse aus dieser Untersuchung vorstellen, die sich auf Frauen beziehen.
 
            Während der theoretischen Recherchen und Evaluation der durchgeführten Interviews konnte ich einen interessanten Trend feststellen, der sich sowohl in Erhebungen aus den anderen Ländern als auch in meinen Befragungen Ausdruck findet. Es geht um Frauen und ihre Fähigkeit sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Normalerweise bekommen sie schneller die Orientierung in einem neuen Land und reintegrieren sich in ihrer alten Heimat ebenso unproblematischer. Die Frauen fühlen sich den Anforderungen im Studium in Deutschland gut gewachsen, sie legen die nötigen Prüfungen ab und schaffen es sogar, sich dabei beruflich zu entwickeln bzw. eine Arbeit zu haben, mit der sie ihr Studium finanzieren.

Bei den zuletzt erwähnten Perspektiven geht es nicht um die deutliche Hervorhebung den männlichen Forschungsteilnehmern gegenüber, sondern um die unproblematische Bewältigung der genannten Anforderungen.

Allerdings nehmen an ähnlichen Aufenthalten in Deutschland grundsätzlich mehr Frauen als Männer teil, zweitens haben sie in ihrer Mehrheit über größere Fortschritte beim Studium oder beim Gewinnen allgemeiner kultureller Eindrücke zu berichten. Diese Aussage bezieht sich auf Studenten und nicht auf diejenigen Menschen, die als Dekane, Vorsitzende der Lehrstühle nach Deutschland einreisen, um hier an einem der Fortbildungsstudiengänge individuell oder in Gruppen teilzunehmen.

            Jedenfalls haben Frauen bei der Reintegration mit ihren spezifischen Problemen auseinanderzusetzen, die sich mit dem Vorhandensein der Familie und Kinder erklären lassen. Nehmen an Studentenaustauschprogrammen/ Studium Frauen teil, die schwanger sind oder kleine Kinder haben, ist mit verständlichen Schwierigkeiten zu rechnen, die sowohl bei der Integration als auch bei der Reintegration zustande kommen.

Die typischen Vorkommnisse, die dann in den Interviews erwähnt werden, haben mit dem persönlichen Freiraum zu tun. Das heißt – für solche Frauen gewinnt die private Sphäre an Bedeutung und es ist das, was sie brauchen, um in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Diese Erscheinung kann auch damit verbunden werden, dass die Interviewten ihre Werte und Einstellungen innerhalb der Reise ändern, was auch das Raumgefühl beeinflusst.

Des Öfteren berichten auch die befragten Frauen darüber, dass sie bei ihrem Aufenthalt in Deutschland liberaler und toleranter geworden sind und verbinden diese Änderung mit dem universitären multikulturellen Leben, mit der Vielfalt der gewonnen Erfahrungen und den nach der Ausreise weiter pflegenden sozialen Kontakten nach Deutschland. Meistens haben die Frauen auch mehr Kontakte, die sie in Deutschland pflegen – dies ist ein wichtiges Zeichen der Kommunikationsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und zeigt trotz der vorhandenen Familiensorgen eine erwägenswerte Offenheit und allgemeines Interesse.

Weiterhin ist anzumerken, dass Frauen diejenigen sind, die die Trennung mit Deutschland und Freunden hier schmerzlicher erleben und Deutschland im Laufe der Zeit vermissen. Die Studienzeit ist meistens mit tollen Erlebnissen verbunden, die am besten in der Spanne Jugendzeit, neue Bekanntschaften, Öffnung der neuen Welten beurteilt werden können.

Literaturquellen:
Gama, Elizabeth, Pedersen, Paul. (1977): Readjustment Problems of Brazilian Returnees from Graduate Studies in the United States. In: International Journal of Intercultural Relations. Volume 1, Issue 4.

Haslberger, Arno. (2007): Gender Differences in Expatriate Adjustment. Online: http://www.ashridge.org.uk/website/ic.nsf/wFARATT/Gender%20Differences%20in%20Expatriate%20Adjustment/$file/GenderDifferencesInExpatriateAdjustment.pdf, June, 2011.

Maybarduk, Sharon M. (2008): An Exploration of Factors Associated with Reentry Adjustment of U.S. Foreign Service Spouses. Smith College School for Social Work. (Ed.). Online: http://dspace.nitle.org/bitstream/handle/10090/5911/Thesis_Final_Version_for_Submission.pdf?sequence=1, June, 2011.

Sculllon, Hugh, Brewster, Chris. (2001): The Management of Expatriates: Messages from Europe? In: Journal of World Business, Volume 36, Issue 4.

 

Alle Themen des Monats als PDF:

PDF Women and Oversea Experience
PDF Unschuldsvermutung als Desaster
PDF Quo vadis, Gleichberechtigung?
PDF Diversity als Chance?


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